Wozu brauchen wir Emotionen?

Emotionen helfen uns bei der Orientierung. Wir können nicht immer alle Situationen rational und gründlich durchdringen, dazu fehlen uns zumeist auch viele Informationen. Stattdessen müssen wir oft „aus dem Bauch heraus“ entscheiden. Jeder Mensch trägt deshalb ein Bewertungssystem für die täglichen Erlebnisse in sich. Jede neue Erfahrung wird in seinem Gehirn mit dem Gefühl verknüpft, das er in einer bereits erlebten, ähnlichen Situation empfunden hat. Je intensiver dieses Gefühl war, desto deutlicher kann er sich erinnern. In gewisser Weise kann man hier auch von Lebenserfahrung sprechen. Je größer und differenzierter dieser Erfahrungsschatz ist, desto besser ist dies für die angemessene Bewertung von Menschen und Situationen. Dies ist eine nützliche, manchmal sogar lebenswichtige Funktion der Emotionen. Dass man dabei auch falsch liegen kann, versteht sich von selbst. Auch allgemein als positiv empfundene Emotionen wie Freude oder gute Laune können gefährlich werden, wenn sie sehr intensiv werden. Sorglosigkeit und eingeschränkte Aufmerksamkeit können die Folge sein. Und schließlich können Emotionen auch dazu führen, dass wir unnötige Risiken eingehen oder gar Handlungen ausführen, die andere gefährden oder schädigen.

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